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Bruno Gironcoli, Säule mit Totenkopf 1968/69; 1981; Aluguss, Messing, Eisen, Glas, Stoff; Akademie der bildenden Künste Wien, Dezember 2005
Dieses Motiv wird von Gironcoli seit 1968 immer wieder bearbeitet, es ist in zahlreichen Versionen vorhanden - sowohl in verschiedenen zeichnerischen Entwürfen als auch in unterschiedlicher Objekt-Form.
Nur eine dünne weiche Barriere trennt Betrachter außen vom Zustand innen. Nicht Menschliches ist sichtbar, nichts deformiertes, aber auch nichts Deformierendes. Die Zusammenhänge zwischen den vorhandenen Dingen bleiben undurchschaubar, gibt es Bezüge untereinander? Aufeinander? Es scheint sich eher um ein lapidares Feststellen, um das unaufgeregte, beinahe distanzierte Zeigen eines Soseins von Zuständen, von Umständen zu handeln. Dabei wird keinerlei Handlung angedeutet.
Wird hier etwas Äußerliches, also Umstände, oder etwas Innerliches, Verborgenes, emotionale Zustände, gezeigt? Ist das, was so fremd wirkt in der äußeren Wahrnehmung Ausdruck einer inneren Fremdheit, Entfremdung? Jedenfalls wird keine laute Anklage erhoben, niemand wird angeprangert, es gibt kein Geschrei, es wird keine plötzliche Abscheu erregt, es wird schlichtweg konstatiert.



